Microsoft Pivot: Datensortierung, kein Problem

Dienstag, 09. März 2010

Auf der diesjährigen TED Konferenz zeigte Microsoft Live Labs eine schicke Demo von "Pivot", erste Berichte darüber gab es schon im November 2009.

Die Software ist ein mächtiges Werkzeug, um sehr große Informationsmengen zu strukturieren und sehr schnell zu filtern. Die Demo ist recht beeindruckend. Umso seltsamer erscheint es, dass die meisten Kommentare auf den Seiten von Ted.com einen negativen Unterton haben.

Der Tenor: Wozu ist das gut? Unsere Antwort: Vielleicht wäre es ein Missverständnis eine solche Technologie ohne weiteren Kommentar in den Consumer-Markt zu geben. Pivot ist toll, aber wohl eher ein Tool für eine neue Klasse elektronischer "Bibliothekare". Noch treffender (aber etwas schwergängig) wäre "Daten-Kuratoren". Eines ist sicher: Wir brauchen einen neuen Typus Mitarbeiter/Experten, der oder die durch die Arbeit mit solchen Informationswerkzeugen zu sehr guten Ergebnissen kommt.

Via: information aesthetics

Links:
"Live Labs Pivot: A Massive Interactive Zoom on Data".

Interview mit Business Objects CEO bei Silicon.de

Mittwoch, 10. Februar 2010

Autor Martin Schindler hat bei Silicon.de ein Interview mit John Schwarz veröffentlicht, dem CEO von Business Objects. Der Manager liefert eine gut lesbare Einschätzung zu verschiedenen Aspekten des Business Intelligence Marktes.

Nur ein Auszug - bezüglich des weiteren Wachstums dieses Softwaresegments ist Schwarz recht optimistisch:

"Wenn man sich die Märkte vor allem in den Industrieländern anschaut, dann hat jedes Unternehmen ein ERP-System. Aber von den großen Unternehmen glauben wir, dass nur 15 Prozent wirklich im größeren Umfang BI einsetzen. Jeder macht irgendeine Form von Reporting, aber echte Analyse wird wohl nur von 15 Prozent genutzt. Wir sagen, dass es aber mindestens für 50 Prozent eine Option wäre, wirklich mit BI zu arbeiten."

Zwei weitere Gründe für steigende Nachfrage nach Business Intelligence Lösungen:

"Außerdem sehen wir, dass die Unternehmen gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten versuchen müssen, ihre Effizienz zu steigern. Und da können natürlich BI-Tools helfen, um festzustellen, was man vielleicht besser machen könnte. Und drittens ist da natürlich eine enorme Menge von unstrukturierten Informationen, die heute meist noch ziemlich unsichtbar ist. Die meisten Web-Inhalte, E-Mails oder Umfragen werden einmal konsumiert und werden dann unsichtbar, weil sie in irgendeinem riesen Archiv versteckt sind. Je mehr wir diese unstrukturierten Daten angehen können, desto mehr Nutzen können wir daraus ziehen. Und je mehr Nutzen man daraus zieht, desto mehr Nachfrage werden wir hier sehen. Schließlich ist das ein noch völlig unberührter Bereich, den wir hier betreten. Immerhin 80 Prozent aller Daten sind unstrukturiert und dieser Anteil wächst kontinuierlich weiter."

Link:
Fremdenführer für Business Intelligence | silicon.de

Public Data: US-Regierung stellt weitere Daten online

Montag, 25. Januar 2010

O.k., das ist jetzt der vorerst letzte Post zu diesem Thema. Fakt ist jedoch: Nachdem in der letzten Woche Großbritannien mit der Präsentation eines breit angelegten, öffentlich nutzbaren Datenangebots an die Öffentlichkeit ging, legt jetzt die US-Regierung nach.

Das European Journalism Centre berichtet auf Basis eines AP-Artikels über eine deutliche Ausweitung des Datenangebots auf der US-Website data.gov. Präsident Obama hatte bei Antritt seines Amtes eine transparente Regierung versprochen, jetzt setzen die verschiedenen Ministerien die Vorgabe um, pro Jahr mindestens drei "high-value" Datensammlungen zu veröffentlichen.

US Government posting wealth of data to Internet: Media News - European Journalism Centre

Studie: Offene Daten in Norwegen

Freitag, 22. Januar 2010

Interessant. Wenn man erst einmal anfängt in eine bestimmte Richtung zu schauen, öffnen sich dort oft immer neue Türen und Tore. Das hier kam heute über eine nette, digitale Meldekette rein: Blogroll bei der "Glaserei/Stuttgarter Zeitung" (Peter Glaser)>>Kooptech (Christiane Schulzki-Haddouti)>>Open government data in Norwegen | Open Data Network"(Daniel Dietrich). Es geht um eine Studie, in der der Status beim Umgang mit "public data" in Norwegen dokumentiert wird.

Dazu hat die Universität Bergen Mitarbeiter norwegischer Behörden befragt. Um es kurz zu machen: In Norwegen ist man noch nicht ganz so weit wie in den USA oder UK, stellt sich aber dieselben Fragen wie anderswo auch:

Zitat: "The public sector collects and generates vast amounts of data. In recent years the interest in re-using public, non-personal data has been increasing among citizens, groups and companies outside the public sector. The media, civil society groups, businesses and private citizens can use public data as “raw material” to create new services, new insight and economic value. Efficient re-use of public data requires that public sector agencies inform about their data sources and make data available in relevant formats." (aus: Project Report “Fakta først”.)

Links:
Open government data in Norwegen | Open Data Network

Project Report “Fakta først”- Download der Studie als PDF
http://voxpublica.no/wp-content/uploads/2010/01/fakta_foerst_rapport.pdf

Wer sagt, dass Hacker ein schweres Leben haben? New York Times über häufig verwendete Passwörter

Donnerstag, 21. Januar 2010

Wahrscheinlich ist die Angst das Passwort zu vergessen größer als die Sorge vor unberechtigter Nutzung. Fakt ist, dass die Mehrzahl der geheimen Sicherungspasswörter sehr, sehr einfach ist. 12345, 123456 - solche und ähnlich leicht zu ratende Kombinationen finden sich in eine Top 10 Liste wieder, die bei der "New York Times" veröffentlicht wurde. Offen bleibt, was Admins tun können, damit die gewählten Passwörter dem Missbrauch nicht Tür und Tor öffnen.

Link:
Simple Passwords Remain Popular, Despite Risk of Hacking - NYTimes.com

"Playing with data: All you need is glue"

Donnerstag, 21. Januar 2010

Hier ist ein Link zu einer Präsentation von Tony Hirst. Gehalten bei "News:Rewired", einer Veranstaltung für Journalisten an der City University in London, Anfang Januar 2010. Inhaltlich geht es um ein höchst spannendes Thema: Die Nutzung frei verfügbarer Tools wie z.B. Google Spreadsheets, Yahoo Pipes, etc. um in Datenbeständen nach interessanten Aussagen zu suchen.

Alles noch sehr auf Anfang, aber auch spannend: Was sich hier abzeichnet ist eine künftig deutlich stärkere Nutzung von Daten als Basis für journalistische Berichterstattung. Hirst war 2009 unter anderem für den Guardian aktiv, als in Großbritannien die Spesenbelege der britischen Abgeordneten öffentlich gesichtet wurden.

Link:
My Presentation for News:Rewired – Doing the Data Mash « OUseful.Info, the blog…

Britische Regierung öffnet Zugang zu umfangreichen Daten

Donnerstag, 21. Januar 2010

Der Trend hin zu einer Öffnung zuvor geschlossener Datenbestände verstärkt sich. Erst war es die US-Regierung, die 2009 mit data.gov für Aufmerksamkeit sorgte, jetzt zieht Großbritannien nach. Auf einer neuen Website mit der Adresse data.gov.uk werden umfangreiche Datenbestände aus dem öffentlichen Raum angeboten.
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Angeboten werden beispielsweise Daten zum zum Verkehrsaufkommen oder auch Verbrechensstatistiken. Auch Informationen über die Entwicklungen von Immobilienpreisen oder die Adresse der nächsten Apotheke stehen zur kostenfreien Nutzung bereits. Zusätzlich werden Services für Bürger angeboten, ein Beispiel ist "FillThatHole". Hier kann künftig jedermann ein Schlagloch in einer Straße melden.

Tim Berners Lee: Vision vom "Semantic Web"

Eröffnet wurde die Website jetzt von Tim Berners Lee, er war im Juni 2009 von Premierminister Gordon Brown für das Projekt gewonnen worden. "It is such an untapped resource", wird Berners-Lee bei BBC News zitiert. "Government data is something we already spent money on… and when it is sitting there on a disk in somebody's office it is wasted". Berners-Lee, der Erfinder des Internets, wirbt bereits seit einigen Jahren für den Aufbau des "Semantic Web", in dem verlinkte Daten deutlich einfacher als bisher zu Aussagen oder Ergebnissen führen sollen. Zu diesem Thema: Ein beeindruckendes Online-Video findet sich bei TED.com.

Rund 3000 Datensets öffentlich verfügbar

Derzeit enthält das Angebot bei Data.gov.uk bereits zwischen 2.500 und 3.000 Datensets (im Sinne größerer, thematisch zusammenhängender Daten). Ein weiterer Ausbau ist geplant. Dieser vom Start weg recht große Bestand wird in den US-Blogs kommentiert, das Angebot der US-Regierung ist deutlich kleiner (rund 1.000 Datensets)

Neben der US-Regierung hat im Jahr 2009 unter anderem auch die Weltbank Zugänge zu Datenbeständen geöffnet. Die Entwicklung ist mit Blick auf die Zukunft sehr interessant: Künftig können durch Analysen oder auch Zusammenführung von Informationen aus verschiedenen Datenbeständen ganz neue Anwendungsbereiche erschlossen werden.

Links zum Thema:
BBC News: Tim Berners-Lee unveils government data project (21.01.2010)

ReadWriteWeb: UK Launches Open Data Site; Puts Data.gov to Shame (21.01.2010)

World Bank Developer API
http://developer.worldbank.org/

Open Source Business Intelligence führt in Deutschland ein Schattendasein

Mittwoch, 20. Januar 2010

Andreas Bitterer, VP Research bei der Gartner Group, schreibt in einem kurzen Beitrag über den Status von Open Source Business Intelligence in Deutschland. Seine Einschätzung lautet: Im Wettbewerb mit großen kommerziellen Anbietern sind Anbieter wie Jasper Soft, Pentaho und andere noch weit abgeschlagen. Mehr Bewegung erwartet der Experte, wenn das Angebot insgesamt kompletter und stärker integriert wird. Das Stichwort lautet: "Open Source BI Stack", siehe das folgende Zitat:

Es wird sich zeigen, ob Open Source BI zusammen mit den neueren Open Source Technologie-Bereichen wie Datenintegration oder Datenqualität zu einem Open Source BI Stack führen werden, ganz nach dem Vorbild der Konkurrenz. Dann könnte das Angebot durchaus so attraktiv werden, dass mehr unternehmen den Schritt in die Open Source Welt vollziehen, um von den geringeren Kosten zu profitieren. Bis dahin muß aber in Deutschland vor allem in eines investiert werden: Open Source BI Skills.

Link:
Open Source Business Intelligence in Deutschland

Bill Gates bei Twitter

Mittwoch, 20. Januar 2010

Diese Statistik wäre interessant zu lesen: Microsoft-Gründer Bill Gates hat einen Twitter-Account angelegt. Nach Angaben von Twitter handelt es sich um einen "verifizierten" Account. Die Zukunft wird zeigen, ob das auch tatsächlich stimmt. Ein Rest Skepsis ist angebracht.

Egal wie, die Kurve seiner "Follower" geht jedenfalls steil nach oben, vielleicht bricht der prominente Microsoft-Gründer sogar Rekorde. Nach zwei Tagen immerhin schon über 160.000 Menschen, obwohl Gates bisher nur fünf Tweets publiziert hat. Bei jedem Reload der Seite sind schon wieder 10 neue Fans hinzu gekommen.
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Link:
Bill Gates (BillGates) on Twitter

Gartner erwartet 6,2 Milliarden Dollar Umsatz mit mobilen Apps im Jahr 2010

Dienstag, 19. Januar 2010

Das Marktforschungsunternehmen glaubt an einen anhaltenden Boom bei mobilen Applikationen, oder auch kurz "Apps". Profitieren dürfte davon vor allem Marktführer Apple, aber auch andere Anbeiter wie zum Beispiel Nokia oder Google dürften zulegen.

Insgesamt werde in diesem Markt ein weltweiter Umsatz von 6,2 Milliarden US-Dollar erreicht, das entspricht knapp 4,2 Milliarden Euro. Einnahmen aus Werbeaktionen in diesem Bereich werden "nur" 600 Millionen Dollar ausmachen, so die Erwartung.

Bis 2013 soll der Markt Jahr für Jahr stürmisch weiter wachsen, so die Prognose. In drei Jahren soll ein weiterer Anstieg bei den verkauften Smartphones mit schnellem Internetzugang für Umsätze in Höhe von 29 Milliarden US-Dollar sorgen. Ob sich der Markt tatsächlich zu solchen Volumina aufschwingt? Die Analysten von Gartner scheinen da sehr optimistisch zu sein.

Erstaunlich an dieser Entwicklung: All die Probleme, die durch die weitgehend kostenlose Bereitstellung von Inhalten und auch Programmen im Internet entstehen, scheinen bei der mobilen Datennutzung nicht zu existieren. Für die Programme auf dem Mobilgerät zahlt der Nutzer, ganz anders als im Internet.

Link:
Gartner Says Consumers Will Spend $6.2 Billion in Mobile Application Stores in 2010