Innovation: Nachdenken über "Hopeful Monsters"

Interessanter Denkanstoss aus einer Diskussion, die beim O'Reilly Foo Camp Anfang Juli 2010 geführt wurde: Welche Ideen kann man aus einer Analyse von Technologien gewinnen, die nach großen Erwartungen den steilen Absturz in die ernüchternde Realität erleben? Häufig entwickeln sich erst nach diesem harten Wechsel zwischen Euphorie und Enttäuschung Schritt für Schritt die Märkte, Produkte und Services, mit denen sich ein dauerhaftes Geschäft aufbauen lässt.

Gartner Hype Cycle (Juli 2009)
Quelle: Gartner (2009)

Die Diskussion beim Foo Camp drehte sich um Technologien, die tief im Loch der Enttäuschung stecken und über ihre tatsächlichen Potenziale. Vielleicht ist an diesem Gedanken mehr dran als auf den ersten Blick offensichtlich wird: Durch ein antizyklisches Denken können Firmen im Stillen an der Weiterentwicklung bereits ausgereifter, aber nicht ausgenutzter Techniken arbeiten. Oft liegt der Erfolg darin, dass man einfach nicht aufgibt und länger als andere nach sinnvollen Einsatzzwecken sucht.

Zitat:
"These “hopeful monsters” often sound ridiculous on first hearing, but when you pick at them they illustrate ways in which a forgotten or unfashionable technology can serve a need or create desire."

Vielleicht ist genau diese Sicht das Erfolgsgeheimnis vieler deutscher Mittelständler: Statt in der aufgeregten "Hype"-Phase starten sie mit einer kontinuierlichen Produktentwicklung erst später, bleiben dran und haben am Ende ein von der Mehrheit bereits wieder vergessenes Feld für sich bestellt.

Link:
Hopeful Monsters and the Trough Of Disillusionment

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