Wie verändert das "real-time web" die Internet-Struktur?
Wir tippen nicht mehr die URL einer Zeitung ein, um uns zu informieren - statt dessen überfliegen wir die Nachrichten in XING, Facebook, Techmeme oder Digg. Das Internet verändert seine Struktur, der Wandel ist recht tiefgreifend. Womit muss man rechnen und welche Entwicklungen sind wahrscheinlich? Bei O'Reilly Radar gibt es ein Interview mit Ted Roden, Autor eines bald erscheinenden Buchs mit dem Titel "Building the Realtime User Experience".
Einige der Thesen sind interessant. Roden glaubt unter anderem nicht, dass "Information Overload" ein echtes Problem ist. Er vergleicht die Sicht der Nutzer mit dem Gang zu einer Bibliothek, in der man ja auch nicht in "Panikattacken" verfalle, weil man plötzlich so viel Wissen an einem Ort sehe.
Der Artikel bietet darüber hinaus einige interessante Einsichten zur künftigen Struktur des Webs - konkret: Die Abkehr von immer größeren HTTP-Servern und eine stärkere Bedeutung funktionaler Services ("Apps" im weiteren Sinne), die von den Nutzern zu ihrem persönlichen Stream hinzu gebucht werden.