Facebook: Manches wird privat, vieles wird öffentlich

Facebook, das derzeit populärste soziale Netzwerk der Welt, begrüßt seine Nutzer heute mit einer Änderung der Datenfreigabe. Der bereits angekündigte Schritt soll nach Darstellung des Unternehmens eine künftig bessere Trennung zwischen Privatsphäre und Öffentlichkeit ermöglichen.

Führende Blogs in den USA, allen voran "ReadWriteWeb" und auch "Techcrunch" sehen die Änderung allerdings kritisch: Es gehe gar nicht um mehr Schutze privater Daten, sondern um einen Gegenschlag gegen den populären Kurznachrichtendienst Twitter. Facebook Nutzer können künftig bestimmte Daten vor der Öffentlichkeit verbergen, die sogenannten Statusmeldungen (sehr ähnlich zur Twitter-Standardfrage "Was machst Du gerade?") sollen aber künftig für alle im Internet lesbar sein.

"…make no mistake about it - Facebook wants you to make the status messages you post visible to the entire internet.

Das muss nicht schlimm sein. Es wird aber stark vom Verhalten einzelner Nutzer abhängen, ob und wie über diese Öffnung die ein oder andere Peinlichkeit publik wird. Besonders stark kritisiert wird von den Beobachtern, dass die Änderung den Nutzern als reine Verbesserung dargestellt wird.

So sehr man Facebook als einem privaten Unternehmen das Recht auf solche Entscheidungen zugestehen muss - ebenso schwer wiegt die Verantwortung beim Umgang mit extrem großen Datenmengen und dem zerbrechlichen Gut Privatsphäre.

2 Responses to “Facebook: Manches wird privat, vieles wird öffentlich”

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  2. Lars Says:

    Mindestens genauso kritisch sehe ich, dass es die Freundesliste mittlerweile nicht mehr zu verstecken ist…

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