Adobe kauft Analytics-Anbieter Omniture

Adobe, Spezialist für Grafiksoftware im Print- und Online-Bereich, gibt 1,8 Milliarden US-Dollar aus, um das eigene Portfolio zu erweitern. Nach Angaben in einer Presseveröffentlichung fiel die Entscheidung vor allem aufgrund häufiger Kundennachfragen, die zu den von Adobe angebotenen Plattformen (wie z.B. Flash) zusätzlich auch Werkzeuge zur Erfolgsmessung wünschen.

Bisher war Adobe vor allem in den Bereichen Produktion und Präsentation präsent, jetzt kommt im großen und ebenso wichtigen Arbeitsfeld Distribution (und hier vor allem der Erfolgsmessung) ein am Markt gut etablierter Anbieter von Analytics-Software hinzu. Strategisch ist der Kauf nachvollziehbar, stellt für Adobe aber eine deutliche Verlängerung/Erweiterung des Angebots dar. Das Geschäft von Omniture ist viel stärker von Datenanalyse und außerdem von Services geprägt.

Damit gehört Adobe künftig zumindest in diesem Spezialbereich zum Kreis der Business Intelligence Anbieter. Beide Seiten könnten davon profitieren, so kann beispielsweise eine stärke Nutzung der Adobe Flex Plattform dabei helfen, die Berichtsformate aus Omniture an Kundenwünsche und spezielle Anwendungssituation anzupassen.

Nach US-Medienberichten (z.B. Gigaom) sollen Produkte und Services von Omniture teilweise auch über SaaS-Modelle (Software as a Service) zur Miete angeboten werden. Spannend und im Moment noch nicht zu beantworten ist die Frage, ob es künftig auch mehr Schnittstellen geben wird, um beispielsweise Analytics-Daten aus der Internet-Kommunikation in zentrale Berichtssysteme einzuspeisen.

Link:
Adobe Agrees to Buy Omniture for $1.8B in Cash

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