"Big Data": Große Datenmengen als Chance

Warum muss Yahoo! Mitarbeiter entlassen, während Wettbewerber Google weiter wächst? Welche Rolle spielte der Umgang mit Daten beim Wahlsieg von Barack Obama über John McCain? Beide Situationen zeigen, wie wichtig es ist, sehr große Datenmengen zu analysieren, zu verdichten und daraus entsprechende Schlüsse zu ziehen, so Autoren des US-Verlags O'Reilly.

In der Februar-Ausgabe von "Release 2.0" geht es daher um das Thema "Big Data". Nicht nur das Internet, auch eine wachsende Zahl von Sensoren sorgen für einen starken, anhaltenden Anstieg der Datenmengen. Diese zu analysieren ist ziemlich schwierig, so sind zum Beispiel Internet-Anfragen häufig unvollständig, die Daten nicht konsistent, fehlerhaft, lückenhaft. Eigentlich nicht gut genug, um damit irgendetwas Sinnvolles zu machen.

Durch Flexibilität, unterschiedlichste Analyseansätze und neue Methoden der Datenverarbeitung ist es möglich, teils in sehr kurzer Zeit komplexe Abläufe zu steuern. Anders als bei internen Unternehmensdaten (Produkte, Kunden, Finanzen) lassen sich hier häufig keine endgültigen Modelle oder Kategorien definieren - in einem großen sozialen Network können immer neue Funktionen für immer neue Datenkategorien sorgen.

Das wiederum zwingt die Entwickler von Data Warehouse/Business Intelligence-Anwendungen zum Nachdenken über neue Konzepte: Die Anwendungen sind nicht statisch/unveränderlich, sondern müssen auf rasche Veränderungen vorbereitet sein.

Mehr ein Gefühl als eine belegbare Aussage: Insgesamt entsteht hier eine neue Klassen an Unternehmen, die durch entsprechende Data Warehouse-Konzepte beispielsweise Besucherströme im Internet verstehen, auf Veränderungen schnell reagieren können. Hier schlummern neue Ideen, Konzepte und Geschäftschancen. Firmen, die sich auf den Umgang mit "Big Data" verstehen, könnten künftig eine interessante in vielen Bereichen an Bedeutung und Einfluss gewinnen.

Zitat aus "Release 2.0": "Ultimately, big data is more about attitude than tools, data-driven organizations look at big data as a solution, not a problem".

Link:
O'Reilly: Release 2.0 - Big Data) (Auszug, kostenloser Download als PDF, veröffentlicht im Februar 2009)

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