Zusammenfassung: Ergebnisse des "Data Quality Checks 2008"
Deutsche Nutzer von Business Intelligence bewerten die Qualität ihrer Daten überwiegend mit "befriedigend". Richtig schlecht ("mangelhaft") ist die Qualität nur bei relativ wenigen Firmen (7%), richtig gut aber auch nur bei wenigen (7%). Die Ergebnisse beruhen auf einer Umfrage, 109 verwertbare Fragebögen wurden für die Auswertung benutzt.
Anmerken muss man vielleicht: Wie würden die Ergebnisse aussehen, wenn Firmen mit bisher gering ausgeprägten Aktivitäten im Bereich Business Intelligence teilgenommen hätten? ist eine etwas fiese Frage, aber relevant. Als Momentaufnahme von Trends und Entwicklungen im Bereich der Datenqualität leistet der "Data Quality Check" aber dennoch gute Dienste, zumal die Umfrage bereits seit einigen Jahren läuft.
Interessant ist das Thema Datenqualität, weil ohne gute Quellen/Basisdaten das beste (und teuerste) System nichts nutzt. Vor allem veränderliche Kunden- und Produktdaten stehen im Fokus. In diesen Beständen ergeben sich oft Änderungsquoten von 30 bis 40 Prozent pro Jahr - ohne Pflege entsteht hier rasch Chaos. Erstaunlich ist daher, dass die Autoren der Studie zu folgendem Fazit kommen: "Insgesamt gesehen hat sich der Markt und die Unternehmen beim Thema Datenqualität von 2007 bis 2008 nicht bewegt. Organisation von DQM und Technologieeinsatz für DQM haben sich nicht verbessert. Die IT hat immer noch die führende Rolle."
Gemeint ist damit, dass wirklich sehr gute Lösungen nur im Zusammenspiel mit den Nutzern entstehen können - denjenigen, die sich nicht allein für die Menge und Verfügbarkeit gespeicherter Daten interessieren, sondern auch für den Beitrag zu täglichen Arbeitsabläufen und Entscheidungen.
Mehr Details und Vorschläge zur Verbesserung macht ein Artikel, der im April 2009 im deutschen Newsletter des BEYE-Networks erschienen ist:
BeyeNETWORK: Data Quality Check 2008