Wenn Business Intelligence so wichtig ist, warum hat dann keiner Lust damit zu arbeiten?
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Der folgende Beitrag wird ohne eine Mini-Einführung für Verwirrung sorgen. Daher dies vorweg: Business Intelligence wird (vor allem von Anbietern) als die Lösung für viele Unternehmensprobleme beschrieben. In den Firmen sorgt der Umgang BI, Data Warehouse, etc. jedoch oft für Kopfschmerzen.
Natürlich wäre es gut, wenn man auf Knopfdruck den Status aller Bereiche abrufen kann, doch der Weg dahin gilt als steinig. Viel Aufwand, oft großer Zeiteinsatz und doch erreichen viele Organisationen nicht das, was sie eigentlich wollen. Das gilt für große und mittlere Unternehmen gleichermaßen.
Die Kernfrage lautet daher: Lassen sich Systeme denken, um diesen Status zu überwinden? Anhand eines Kunstprojekts lässt sich zeigen, dass es hier noch viel zu entdecken gibt.
Damit Business Intelligence einen messbaren Wertbeitrag leistet, müssen die Daten stimmen, gut aufbereitet werden und leicht in die tägliche Arbeit einfließen. Das wäre der Idealzustand. Faktisch erreicht jedoch kaum eine Organisation diesen Level. Eher ist Business Intelligence ein von kleinen Gruppen voran getriebenes Instrument, was für viele Probleme sorgt. Es gibt viele Vorschläge, wie sich das überwinden ließe - darunter ganz oben die häufig wiederholte Forderung nach einer engeren Zusammenarbeit zwischen IT und Anwendern. Am Ende aber verhallen solche und ähnliche Vorschläge.
Wo sind die wirklich neuen Ansätze?
Vielleicht muss man ganz anders über das Thema nachdenken. Kreativ und mit Blick auf bisher ungenutzte Kräfte. Ein konkretes Beispiel: Gibt es Wege, um ein System zu schaffen, bei dem alle Mitarbeiter eines Unternehmens einen Datenbestand kontinuierlich pflegen, auf Qualität achten und und auf Basis sehr guter Datenbestände eine spürbare Arbeits- oder Entscheidungserleichterung erreichen?
Inspirierendes Experiment: Tweenbots
Ein Experiment aus den USA gibt Hinweise, welche Potenziale hier schlummern. Im Rahmen eines Kunstprojekts hat Kacie Kinzer Roboter entwickelt, deren Aufgabe es war, in einem öffentlichen Park von A nach B zu gelangen. Die Lösung bestand nicht in aufwändigen Sensoren, GPS-Navigation oder einem besonderen Antrieb. Stattdessen wurde hier Kraft sozialer Verhaltensweisen genutzt.
Die Tweenbots bestanden aus Pappe, hatten einen einfachen Radantrieb und konnten nur geradeaus fahren. Ausgestattet mit einem freundlich lächelnden Gesicht und einem Fähnchen mit der Aufschrift "Help me" wurden sie auf ihre Reise geschickt. Auf den Fähnchen stand, wo der Roboter eigentlich hin sollte.

Das überraschende Ergebnis: Trotz der Lowtech-Ausstattung schafften es alle Tweenbots in Ziel, keiner ging verloren, keiner wurde zerstört.
"The results were unexpected. Over the course of the following months, throughout numerous missions, the Tweenbots were successful in rolling from their start point to their far-away destination assisted only by strangers. Every time the robot got caught under a park bench, ground futilely against a curb, or became trapped in a pothole, some passerby would always rescue it and send it toward its goal."
"Never once was a Tweenbot lost or damaged."
"Often, people would ignore the instructions to aim the Tweenbot in the “right” direction, if that direction meant sending the robot into a perilous situation. One man turned the robot back in the direction from which it had just come, saying out loud to the Tweenbot, "You can’t go that way, it’s toward the road.”
(Quelle des Zitat: Tweenbots.com)
Hier ist ein Video:
Neue Ansätze für Business Intelligence?
Wo ist die Verbindung zwischen diesem Experiment und Business Intelligence? Vielleicht hier: Wir erleben derzeit, dass Plattformen mit sozialer Interaktion stark wachsen. Die neuen Formen kollaborativer Zusammenarbeit erzeugen neue Inhalte und trotz oft berechtigter Kritik an Systemen wie der Wikipedia, Facebook, Twitter, etc. ist das ja erst der Anfang.
Daher wäre es spannend und möglicherweise wegweisend, auch für die Datenpflege und Datennutzung in Organisationen über neue, innovative Lösungen nachzudenken. Das liegt sogar in der Luft, siehe Zitat unten.
“Business intelligence is on the cusp of a revolution,” says Christian Chabot. “People are moving away from large BI platforms that are heavy, expensive and hard to use and over to a suite of products that are like the Mac or TiVo – fast, easy to use and visual."
BeyeNETWORK: Tableau Software Delivers Business Intelligence to Everyday Business Users
Ein Feld für Leute mit Mut, aber denoch. Oder?
März 10th, 2010 at 21:40
Es kommt natürlich auch immer auf die jeweilige Business Intelligence Lösung, da es dort auch große Unterschiede gibt. Die gundlegende Idee von Business Intelligence ist aber auf jeden Fall hilfreich…