Dashboard der Woche: Vor- und Nachteile eines CIO Dashboards
Wir führen bei "Daily Data" eine neue Rubrik ein: Im "Dashboard der Woche" wollen wir Visualisierungsbeispiele vorstellen und zur Diskussion stellen. Den Anfang macht eine Übersicht über die Vor- und Nachteile eines "CIO Dashboards". Dazu hatte die "Information Week" bereits Anfang 2008 eine sehr gute Analyse.
"Dashboards" sind die Spitze des Eisbergs für Business Intelligence Anwendungen - der Ort, an dem die laufende Datenanalyse visualisiert wird. Sie sind das Element, mit dem die Nutzer der Systeme besonders häufig zu tun haben.
Die Herausforderung liegt jedoch darin, nicht einfach nur einige bunte Torten- oder Balkengrafiken zu präsentieren. Die derzeitige Diskussion dreht sich vielmehr um Fragen der langfristigen Auswirkung solcher Dashboards: Wird damit gearbeitet? Sind die Aussagen relevant? Kann man dadurch einen Pfad schrittweiser Verbesserungen einleiten und diese Fortschritte auch dokumentieren?
Beispiel der Woche: CIO Dashboard
Wenn andere Bereiche eines Unternehmens mit Dashboards arbeiten, dann müsste ja insbesondere die IT auch mit solchen Tools arbeiten. Die besondere Problematik ist hier jedoch, dass IT-Abteilungen generell sehr viele Aufgaben übernehmen. Mal als Sachverwalter einer leistungsfähigen Infrastruktur, mal als Mangelverwalter knapper Speicherressourcen und nach wie vor auch als Feuerwehr für alle Mitarbeiter im Haus.
Eine besonders wichtige Frage lautet daher: Welche Kennzahlen sollen angelegt werden? Die sogenannten "Key Performance Indikatoren" (kurz "KPIs") sind häufig aggregierte Zahlen, mit denen Entwicklungen beobachtet werden. Insbesondere bei Business Intelligence Systemen für IT-Prozesse sollten diese Kennzahlen sollte hier zuerst eine Analyse erfolgen, in der definiert wird, welche KPIs anderswo eingesetzt werden und wie diese an die spezielle Situation im eigenen Unternehmen angepasst werden könnten. Ohne eine solche Anpassung sind die Aussagen sonst zu generisch oder zu ungenau, um Wirkung und Relevanz zu entfalten.
Eine Folgeproblem beim Monitoring von IT-Prozessen besteht zudem laut "Information Week" oft darin, daß durch das Monitoring neue Arbeit entsteht. Oft wird beispielsweise schlechte Datenqualität sichtbar. Beispiel Stammdaten: Was ist zu tun, wenn durch die Datenanalyse deutlich wird, dass üblicherweise nur 50 Prozent der Waren im Bestand mit kompletten Stammdaten hinterlegt werden?
Wer gerade erst mit Business Intelligence anfängt, macht mit einem solchen Werkzeug sichtbar, wo es noch nicht rund läuft. Einige dieser Probleme lassen sich recht rasch abstellen, andere sind jedoch sehr komplex oder außerhalb des direkten Einflussbereichs der IT.
Kurz gefasst: Auch leistungsfähige IT-Abteilungen sollten sich nicht blenden lassen. Ein wirklich gutes IT-Dashboard verlangt nach guter Planung und Umsetzung.
Die "Information Week" liefert eine gute Kurzeinschätzung in Form eine Pro- und Contra-Tabelle: (siehe Bild, Großansicht durch Klick)
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Information Week
