Wie ließe sich das Zusammenspiel zwischen IT und Business verbessern?

Nach einer aktuellen Studie achten nur 13 Prozent der Unternehmen auf eine enge Verzahnung zwischen Geschäftsstrategie und IT-Ausrichtung. 37 Prozent der CIOs wiederum haben kaum Möglichkeiten, die IT-Ausrichtung mit den Geschäftszielen abzugleichen. Das hat in Zeiten konstanter Innovationsschübe eine Verschiebung zur Folge: Große Organisationen, die früher klare Vorteile gegenüber kleineren Firmen hatten, sind heute langsam und schwerfällig, wenn es um die Nutzung neuer Möglichkeiten geht.

Ein clever geführtes Mini-Unternehmen kann heute viel gezielter agieren als mancher Großkonzern. Eine neue Website? Dauert einige Wochen. Neue IT-Struktur, Nutzung neuer Outsourcing-Angebote zu Tiefstpreisen wie z.B. Amazon S3. Ein kleines Unternehmen kann so große Mengen an Daten in einigen Stunden auf kostengünstige, externe Services verlagern. Manche Start-Ups, die Bedarf an der Analyse sehr großer Datenmengen haben, entwickeln mit guten Kenntnissen und Findigkeit sehr komplexe Systeme .

In größeren Unternehmen sieht das ganz anders aus. Zitat (siehe Link unten):

Es fehlt an einer richtigen Verzahnung von Business und IT. Schuld sind fehlende organisatorische Strukturen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Beraters Trigonum aus Hürth. Demnach ist eine wesentliche Verbesserung vorläufig nicht in Sicht.

Die Folge sind veraltete Mail-Systeme, in denen die Suche nach der zwei Wochen alten Präsentation ein Glücksspiel ist. Oder sehr komplexe und zeitaufwändige Content Management Systeme. Oder ein fehlender Zugriff auf Datenanalysen, die bei Entscheidungen enorm helfen könnten.

Wer als Projektleiter oder mittlerer Manager versucht, in einer großen Organisation eine Neuerung einzuführen, muss daher Geduld mitbringen. Weil Sicherheit, Stabilität und ein oft komplexes Regelwerk im bei der IT im Vordergrund stehen, können viele Chancen nicht genutzt werden. Die Folge ist oft, dass sich der eine oder andere über die internen Regeln hinwegsetzt und auf eigene Kappe einen im Web verfügbaren Dienst für das eigene Team nutzt.

Die Situation der IT Abteilung ist gleichfalls sehr komplex: Meist sind die Mitarbeiter zugeschüttet mit einem Mix aus Software-Evaluation, Helpdesk-Aufgaben und Feuerwehr-Einsätzen.

Als Folge passiert genau das, was die Regelwerke für die IT verhindern sollen: Ein Wildwuchs von Teil- und Sonderlösungen, oft halboffiziell oder gar gänzlich an der IT vorbei. Eine große Zahl interner Daten liegt dann irgendwo draußen im WWW, oft ohne jegliche Kenntnis der IT. Datensicherung und IT-Governance sind so unmöglich.

Die Lösung für das Problem könnte darin bestehen, dass es eine Art "Sandbox" für die Installation neuer Services gibt, die dann über einen gewisssen Zeitraum getestet werden. Anders ausgedrückt: Ein von der IT betreuter, aber flexibel implementierter Spielplatz für innovative Software. Was sich bewährt, wird behalten. Was sich als doch nicht so wichtig heraus stellt, wird wieder abgestellt. Ein großer Vorteil bestünde darin, dass die IT so wieder Übersicht darüber erhält, welche Art Lösungen für das operative Geschäft benötigt werden.

Links:
CIO.de: IT und Business gehen zu oft getrennte Wege

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