Business Intelligence: Marktübersicht Deutschland

Neueste Lünendonk-Liste vermittelt Übersicht über Umsätze und Wachstumsraten der größeren Anbieter in Deutschland auf Basis der Umsätze 2007. Wegen der Übernahmen wird es ab dem nächsten Jahr spannend.

Für alle, die diese Listen bisher nicht kennen: Die Lünendonk-Listen sind in Deutschland vor allem in den Bereichen Software- und Unternehmensberatung relevant. Bereits seit 1983 bieten die Auflistungen eine Orientierung in diversen Märkten, so zum Beispiel Unternehmensberatungen, IT-Consulting und eben auch Business Intelligence.

Frisch veröffentlicht wurde jetzt die Übersicht "Business Intelligence", die Angaben darin beziehen sich auf das Geschäftsjahr 2007.

Insgesamt 710 Millionen Euro Umsatz mit Business Intelligence - ohne die ganz Großen
2007 erzielten Anbieter in diesem Bereich geschätzte 710 Millionen Euro an Umsätzen, rund die Hälfe dieser Umsätze (rund 319 Millionen Euro) entfielen auf die 15 größten Anbieter. Im Vergleich zum Vorjahr war das Wachstums deutlich zweistellig, das Umsatzplus lag bei stolzen 24,8 Prozent.

Marktführer SAS
Deutlicher Marktführer in Deutschland ist SAS mit rund 96 Millionen Euro Umsatz. Erst mit weitem Abstand kommt Cognos (50 Millionen Euro), dann Business Objects (40,2 Millionen Umsatz). Sowohl Cognos als auch Business Objects tauchen jedoch zum letzten Mal in der Liste auf, weil die Firmen von IBM bzw. SAP übernommen wurden.

Hintergrund: In die Lünendonk-Liste werden nur solche Unternehmen aufgenommen, die mehr als 50 Prozent ihrer Umsätze mit Business Intelligence erwirtschaften. Das ist speziell bei Business Intelligence nicht ganz unproblematisch: Microsoft hat seine Marktanteile in den letzten Jahren stark ausgebaut, wird aber hier nicht aufgeführt. Dasselbe gilt für Oracle, IBM und SAP.

Künftig wird es spannend: Aufsteiger werden sichtbar
Die Aussagekraft der Lünendonk-Liste verlagert sich daher - von den großen Anbietern hin zu den kleineren, spezialisierten Anbietern. Dies ist im Grunde eh der spannendste Teil des Marktes.

Denn relativ viele Anbieter für Business Intelligence Lösungen in Deutschland erreichen bisher nur Umsätze von unter 10 Millionen Euro. Was jedoch kein Makel ist, sondern ein Beleg, dass sich gute Lösungen für Business Intelligence meist nur mit hoher Individualisierung und Anpassung der Software erreichen lassen. Hier haben mittlere und kleinere Systemhäuser oft die Nase vorn.

Einige der Anbieter, die auf den den Top Plätzen bei der Lünendonk-Liste aufgeführt werden, erzielten im letzten Jahr Wachstumsraten von teils über 60 Prozent - ein Zeichen für die weiter wachsende Gesamtnachfrage und die Attraktivität unabhängiger Softwarelösungen.

Links:
Link zur Lünendonk Liste Business Intelligence 2007

Business Intelligence: Spezialanbieter wachsen am stärksten

Einen Kommentar hinterlassen

You must be logged in to post a comment.