Business Intelligence Vision: Kostentransparenz im Automarkt

Beim "Handelsblatt" findet sich aktuell eine Bildergalerie, in der die Autos mit dem geringsten Wertverlust nach nach zwei Jahren präsentiert werden. Auf dieser Basis: Eine Überlegung, wann und wie "Business Intelligence" (oder besser: "Data Intelligence") den gesamten Automarkt umkrempeln könnte.

Diesel so teuer wie Super, Ölpreis steigt weiter, Suche nach Antriebsalternativen, neue Besteuerungsmodelle: Rund um das Auto und die Autoindustrie stehen die Zeichen auf Veränderung. In welche Richtung diese Entwicklung geht ist auch eine gesamtwirtschaftliche Frage - für die Konsumenten, die Hersteller und den Staat, der aus diesem Bereich hohe Steuereinnahmen erzielt.

Vergleich des Wertverlusts als Basis
Bisher gibt es im Automarkt noch keine vollständige Kostentransparenz. Genau diese interessante Beobachtung kann man aus dem Vergleich des Wertverlusts bei Neuwagen verschiedener Hersteller ableiten.

Dabei liegt *eigentlich* alles vor: Preislisten, Durchschnittspreise, Schwacke-Listen, Betriebkostenvergleiche, etc. Die einzelnen Daten sind allerdings noch so verteilt, dass ein einzelner Konsument für eine wirklich genaue, aussagekräftige Analyse einigen Aufwand treiben muss. Was aber wäre, wenn es (nur als Beispiel) für diesen Markt ein Tool gäbe, mit dessen Hilfe sich sehr gute Analysen vornehmen lassen?

Die Antwort lautet: Der Markt würde sich verändern. Für die Autohersteller wäre zum Beispiel die Frage interessant, ob sie nicht zu "Lifecycle"-Managern ihrer Fahrzeuge werden sollten, beispielsweise um am Verkauf der Gebrauchtwagen stärker zu partizipieren. Schon heute verdienen viele Hersteller mit ihren Autobanken mehr als mit der Produktion, zumindest sind die Margen oft höher.

Und aus Verbrauchersicht: Viele Kaufentscheidungen basieren mehr auf Psychologie als auf nüchternem Kalkül und einem Kostenvergleich. Ein Auto "muss" man haben. Ein vollständiger Kostenvergleich könnte (angesichts der steigenden Benzinkosten) aber starke Argumente für Alternativen bieten. Zum Beispiel die stärkere Nutzung von Car-Sharing (Auto nur bei Bedarf) und/oder Verbundkonzepten aus öffentlichem Nahverkehr und Auto-Miete.

Mag sein, dass das jetzt zu weit in die Zukunft führt. Das Beispiel ist aber ganz hilfreich, um zu erklären, warum Information Warehouse- und Business Intelligence-Konzepte noch viele und weitreichende Einsatzkonzepte bieten. Nicht nur in der Autobranche.

Link:
Handelsblatt.com: Auto: Auto-Visionen - Aktuelle Nachrichten aus Wirtschaft, Politik, Unternehmen und Märkten

Einen Kommentar hinterlassen

You must be logged in to post a comment.