Visualisierung: In Zukunft erzählen Daten Geschichten
Wie werden wir in einigen Jahren den Status eines Unternehmens visualisieren? Mit Excel? Mit Charts? Oder mit server-/online-basierten Programmen, die sich je nach Situation an den jeweiligen Bedarf anpassen?
So ist das: Wenn man mit einigen Jahren Abstand auf Dinge schaut, die zu ihrer Zeit modern waren, dann sorgt die Weiterentwicklung meist für Erstaunen, womit man sich (…damals…) zufrieden gegeben hat. Das gilt für den gesamten Bereich der Technik - gleich ob Computer oder Auto-Design.
Die Frage lautet: Wie werden wir die Ergebnisse eines Information Warehouse oder einer Business Intelligence Plattform visualisieren? Google Maps bietet hier einige Anhaltspunkte: Aufbauend auf dem reichen Datenbestand entwickeln derzeit Nutzer rund um die Welt immer neue Sichtweisen. Die Folge ist, dass sich die Karten je nach Bedarf an unseren Sichtweise anpassen - nicht umgekehrt.
Die Palette der Möglichkeiten ist endlos. In den USA hat eine Gruppe Karten entwickelt, die "least surveilance routes" aufzeigt. Also: Wege durch eine Stadt, die nur von wenigen oder gar keinen Überwachungskameras abgedeckt sind.
Die aktuelle Entwicklung liefert vielfältige Denkanstöße für die nächste Generation der Datenvisualisierung bei Business Intelligence Plattformen. Dynamisch und in Echtzeit könnten dann die aktuelle und künftige Liquidität, tatsächliche und erwartete Verkaufszahlen für bestimmte Produkte oder viele andere Kennziffern für eine ganz neue Sicht sorgen. Der Unterschied zu heute besteht darin, dass sich die Ergebnisse intuitiv und leicht verstehen lassen. Und gezielte Handlungen ermöglichen, wenn in irgendeinem Bereich die Soll-Werte nicht erreicht werden.
Denkanstöße und viele Beispiele aus dem Kartographie-Kosmos finden sich hier:
The New Cartographers — In These Times (29. Februar 2008)