Plaxo soll versteigert werden

Das US-Unternehmen Plaxo soll für einen Betrag von bis zu 100 Millionen Dollar versteigert werden. Das mit Risikokapital finanzierte Unternehmen hat insgesamt rund 30 Millionen Dollar erhalten, bisher aber noch keine Gewinne erzielt. Jetzt wollen die Geldgeber offenbar einen Schnitt ziehen. Nach Meinung von Marktbeobachtern gehörte Plaxo zu den Pionieren der sozialen Netzwerke, ist aber mittlerweile hinter Facebook, LinkedIn und Xing zurück gefallen.

Was hat das mit Business Intelligence zu tun? Einiges: Eine der interessanten Funktionen bei Plaxo ist der regelmäßige Abgleich von Adressen, Telefonnummern und anderen veränderlichen Daten. Leider bisher nur im privat/geschäftlichen Bereich, nicht als nutzbares Lösungssystem für Unternehmen.

Für den Bereich des Kundenmanagements wäre eine verlässliche Aktualisierung der Kundendaten jedoch Gold wert. Bisher hat nur niemand ein wirklich nachhaltiges Konzept gefunden - und selbst Plaxo hat trotz rund 20 Millionen registrierten Nutzern nicht die notwendige "kritische Masse" erreicht.

Bei bis zu 30 Prozent aller Adressen innerhalb eines großen Datenbestands gibt es im Laufe eines Jahres Änderungen. Die Kosten für die Pflege, Aktualisierung und die Folgekosten für fehlgegangene Briefe, E-Mails, etc. summieren sich Jahr für Jahr auf hohe Millionenbeträge. Auf eine wirklich universelle Lösung zur Aktualisierung von Adressbeständen, die zum Beispiel für das Master Data Management interessant wäre, müssen wir also noch einige Jahre warten.

Link zur Quelle:
Golem.de: Plaxo steht zum Verkauf

One Response to “Plaxo soll versteigert werden”

  1. melvin Says:

    Uiiiiii,

    wenn XING Plaxo kauft, dann wird ja noch mehr auf den Profilen der Premiummitglieder geworben.

    Andererseits fällt die Wahl, wo man hingeht, nachdem man bei XING wegen der vielen Werbung gekündigt hat, leichter.

    Gruß
    melvin, ein genervter XING-User

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