Liste: Interessante Web 2.0 Anwendungen
Als Ergänzung zu dem Bericht über die Nutzung von Web 2.0-Applikationen in deutschen Unternehmen: Hier eine Liste verschiedener Angebote. Basis ist eine Auswahl der "Computerwoche", wir haben einige zusätzliche Anwendungen mit aufgenommen und die jeweiligen Einsatzmöglichkeiten kurz kommentiert. Auf mittlere Sicht ist die Frage interessant, wie sich solche externen Applikationen in interne Prozesse, Datenstrukturen und Business Intelligence Lösungen einfügen können.
Warum diese Liste? Antwort: Weil sich im Softwarebereich derzeit vieles bewegt und Ausprobieren klüger macht. Verteilte Anwendungen, einfache Nutzung und neue Formen der Zusammenarbeit sind das Ziel. Woran es noch fehlt ist ein Gesamtbild künftiger IT/Software-Landschaften und erprobten Einsatzszenarien. Vor allem größere Unternehmen müssen auf Dauer eine eigene Strategie entwickeln, um die Vielzahl der Möglichkeiten zu bewerten und die Frage zu klären, ob und wie solche Anwendungen einen Vorteil bringen. Noch heterogenere IT-Strukturen als bisher - das will am Ende keiner.
Hier Liste - viel Spass beim Ausprobieren.
1. DabbleDB
Online Datenbank - ein Monat kostenlos nutzbar.
2. WebHuddle
Online-Meetings. Interessante Alternative bzw. zusätzliches Angebot zu GoToMeeting oder Webex.
3. Thumbstacks
Online Präsentationen erstellen, z.B. für ein schnelles Scribble eines Projekts und gemeinsame Arbeit an den Inhalten.
4. Gliffy
Wie Thumstacks ein Programm, um Präsentationen zu erstellen. Gliffy ist interessant für alle, die Visio oder ähnliche Programme nicht haben oder selten nutzen - hier gibt es fast alle Features im Web.
5. ThinkFree, Zoho.com, Ajax13.com , Google Text & Tabellen
Vier verschiedene Online-Office Lösungen, mit denen man Texte schreiben kann, Excel-Dateien, etc.
Alle interessant und teils recht leistungsstark. Problematisch ist jedoch, wie man diese Angebote in konkrete Arbeitsabläufe integriert. Bei der Zusammenarbeit in Teams sollte aber immer zu Beginn des Projekts geklärt werden, womit man nun arbeitet. Und die Frage klären, ob am Ende nicht doch alles in Word und Excel vorliegen muss. Sonst ensteht viel Mehrarbeit, weil z.B. eine ausgefuchste Tabellenkalkulation nicht in Excel übertragbar ist und aufwändig überarbeitet werden muss. Das passiert immer ganz kurz vorm Abgabetermin.
Nicht auf der Liste, aber auf Dauer für Unternehmen sehr interessant sind Lösungen auf Basis von Adobe Air. Hier könnten Applikationen sowohl Online als auch Offline genutzt werden - d.h., man kann auch damit arbeiten, wenn man im Zug sitzt und keinen Online-Zugang hat. Ein Beispiel für eine solche Textverarbeitung ist Buzzword.
6. Xdrive
Online storage: Bis zu 5 GB kostenfrei im Web aufbewahren. Einziger Nachteil: Bei langsamer Upload-Geschwindigkeit der LAN-Verbindung dauert ein solcher Upload ganz schön lange. Interessant aber z.B. für die Versand großer Dateien von mehreren hundert MB an Kunden oder Kollegen. Manche Firewalls in großen Organisationen kappen solche Sendungen bereits bei Dateigrößen von 10 MB.
7. Basecamp
Schön gemachtes Tool, um gemeinsam Projekte zu managen. Durch den Einsatz von Ajax sehr leicht nutzbar, z.B. bei der Verwaltung von Kontakten. Für Freiberufler, kleinere Unternehmen oder Arbeitsgruppen geeignet. Kostenpflichtig auf Monatsbasis.
8. Blinksale
Via Internet Rechnungen schreiben, versenden und verwalten. Eher ein Thema für Freiberufler oder kleinere Unternehmen. In Deutschland ist zu klären, ob die Rechnungen den Vorgaben des Finanzamts genügen.
9. PollDaddy
Tool zur Erstellung von Online-Befragungen und Abstimmungen. Können im Look & Feel an die eigene Website angepasst werden.
10. Meebo.com
Tool, um verschiedene Chat-Systeme zu nutzen.
11. Socialtext
Nicht auf der Liste der Computerwoche, aber ganz interessant: Mit Socialtext lassen sich Wikis für Unternehmen anlegen, z.B. zur Arbeitsorganisation in einer Abteilung. Testversion ist kostenlos und sehr schnell eingerichtet. Hier kann man sich grundsätzlich mit dem Wiki-Prinzip auseinandersetzen. Socialtext argumentiert, dass man so unübersichtliche E-Mail Kommunikation deutlich reduzieren kann, weil alle relevanten Daten und Informationen an einem Ort liegen.
Link zur Quelle:
Computerwoche