Business Intelligence in Geschäftsprozesse integrieren - aber wie?

Zugriff auf Daten und Analysen, wenn man sie braucht. Das ist die Grundidee operativer Business Intelligence. Doch bevor man ein so weitreichendes Projekt anfängt, müssen klare Abläufe definiert werden: Wo, wann und wie werden die Applikationen in die Geschäftsprozesse integriert? Ein Artikel aus den USA liefert ein gutes Grundgerüst.

Ansatz für die PlanungPlanung ist die Basis, um mit Hilfe von Business Intelligence wirklich messbare Ergebnisse zu erzeugen. Doch wie sieht ein solches Konstrukt aus? Ein Artikel des B-EYE-Networks, einer Business Intelligence Informations-Seite aus den USA liefert dafür eine Art Blueprint.

Tatsächlich ist die Integration nicht so einfach. Oft fehlt ein klarer Handlungspfad, unvorhergesehene Probleme sorgen für Verzögerungen und verringern die Visibilität des Fortschritts. Das führt dazu, dass sich manche IT-Abteilung in der unangenehmen Rolle findet, gegen viele Zweifel am Nutzen eines solchen Projekts ankämpfen zu müssen.

Lebenszyklus-Betrachtung ist wichtig
Fast alle BI Applikationen werden nicht einfach implementiert und bleiben dann statisch. Stattdessen müssen durch Zieldefinitionen oder Erfolgsparameter Maßstäbe gesetzt werden, wie man sich der optimalen Anwendung annähert. Dabei kann man unterschiedlich vorgehen: Selektiv (nur ganz bestimmte Prozesse werden umgesetzt), schrittweise (langsam, aber qualitätsorientiert) oder auch radikal (vollständig neues IT-Framework mit Business Intelligence im Zentrum).

Ob ein Projekt ein rauschender Erfolg wird oder scheitert, hängt stark davon ab, ob die verschiedenen Lebenszyklen der Business Intelligence Software gut geplant, visualisiert und kommuniziert werden. Systeme dieser Art sind für die Organisation immer eine Art "Elefant im dunklen" - was das System leisten soll, in welchem Status es sich befindet und welche messbaren Ergebnisse erreicht werden, kann zurselben Zeit von den Beteiligten sehr unterschiedlich beurteilt werden.

"BI Impact Method": Ein Vorgehensmodell
Die Autorin stellt dazu die "BI Impact Method" vor. Ziel ist es, einen messbaren Fortschritt zu erreichen. Der Weg dorthin läuft über eine Reihe von "Trittsteinen" - die Business Intelligence Angebote werden von den Requirements über das Design bis zu einer kontinuierlichen Fortentwicklung Schritt für Schritt in die Geschäftsprozesse eingegliedert.

Der Artikel enthält eine gute Übersichtsgrafik, in der dieses Vorgehen beschrieben wird.

Checkliste Business Intelligence/Geschäftsprozesse
Empfehlung für das Vorgehen:
1. Team I: Wer übernimmt die Verantwortung für die verschiedenen Geschäftsprozesse?
2. Team II: Wer übernimmt welche spezifische Rolle/Aufgabe im Projekt?
3. Identifikation: Spezifische Arbeitsabläufe oder Prozesse, die verbessert werden sollen
4. Tool: Art und Leistungsparameter der Business Intelligence Lösung, die zum Einsatz kommt
5. Content: Daten, Dokumente, Formulare, Kommunikationssysteme (E-Mail, Telefon, Fax, Briefe, etc)
6. Regeln: Anforderungen und Vorgaben für die Geschäftsprozesse
7. Kontrolle: Abläufe und Mechanismen zur Qualitätssicherung der Geschäftsprozesse
8. Oberfläche: Visuelle Darstellung und Interface
9. Business Process: Konkreter, einzelner Ablauf, der durch Business Intelligence verbessert wird

Konkretes Beispiel und unterschiedliche Unternehmenstypen
Im Artikel geht es noch weiter: Anhand eines Beispiels wird erklärt, welche konkreten Schritte zur Lösung führen.

Hilfreich ist auch ein weiterer Chart, in dem unterschiedliche Unternehmenstypen beschrieben werden und die Veränderungen, die sich daraus für die Einführung operativer Business Intelligence ergeben. Unsere Meinung: Sehr lesenswert.

Link zur Quelle:
Achieving Business Intelligence Impact: Integrating Business Intelligence with Core Business Processes

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