Kennt Ihr Unternehmen die (zukünftigen) Wünsche der Kunden?

Im Markt für Finanzdienstleistungen wächst die Bedeutung individueller Betreuung und maßgeschneiderter Produkte. 72 Prozent aller deutschen Kreditinstitute planen einen Ausbau des Angebots in diesen Bereichen. Derzeit fehlt es aber an Verfahren, um künftige Wünsche der Kunden zu analysieren.

Fehlende Informationen über die Wünsche und Anforderungen der Kunden sind derzeit das größte Hemniss beim Ausbau von Vertriebsaktivitäten im Finanzdienstleistungsbereich.

Fakten zur aktuellen Situation liefert eine Potenzialanalyse, die der IT-Dienstleister Steria Mummert Consulting gemeinsam mit dem Bankmagazin erstellt hat. Die Studie trägt den Titel "Vertrieb auf dem Prüfstand", Basis war eine Online-Befragung im Frühjahr 2007.

Kennzahlen aus der Studie:

  • Nur knapp die Hälfte der deutschen Kreditinstitute nutzt bei der Vorbereitung von Kundengesprächen und Angeboten Informationen über die aktuelle Lebensphase .
  • Soziodemografische Daten spielen nur in 16 Prozent aller Institute eine Rolle.
  • 81 Prozent der Finanzdienstleister bauen die der Kundensegmentierung vor allem auf Einkommen oder vorhandenem Vermögen auf.
  • 5 Prozent der Kreditinstitute verzichten sogar ganz auf Kundensegmentierung.
  • 47 Prozent der Kundenberater haben im Beratungsgespräch keinen oder nur eingeschränkten Überblick über die Kundendaten.
  • Diese aktuelle Situation steht im Kontrast zur künftig deutlich steigenden Bedeutung genauer Informationen über Wünsche und Ziele der Kunden. 80,6 Prozent aller Banken gehen davon aus, dass die Bedeutung zukunftorientierter Kundeninformationen weiter zunehmen wird.

    Die Erwartung lautet, dass Business Intelligence Systeme künftig eine deutlich verbesserte Unterstützung bei der Analyse des Kundenbedarfs spielen. Bisher setzen jedoch erst 21 Prozent aller Banken zukunftsorientierte Informationen zur Kundenbewertung ein, 42 Prozent planen diesen Schritt.

    Damit die Vorbereitung und Analyse des Kundenbedarfs nicht zuviel Zeit der Mitarbeiter verschlingt, wird mit einem Ausbau der zugehörigen Datenbanken und Auswertungssysteme gerechnet. Vor allem Data Mining und Data Warehouse-Verfahren sollen hier zum Einsatz kommen.

    Einen Kommentar hinterlassen

    You must be logged in to post a comment.