Internet mobil: Neue Perspektiven?

Es wäre schön, wenn wir die wichtigsten Internetfunktionen bequem über ein Handy nutzen könnten. Bisher ist das nicht möglich, jedenfalls nicht so wie am normalen PC. Es gibt zwar Teillösungen wie E-Mail-Push auf dem Blackberry (und bei diversen Nachahmern), beim Zugriff auf Internet-Angebote sind Mobiltelefone bisher aber hoffnungslos unterlegen. Apple hat jetzt noch vor dem Launch des iPhones eine Windows-Version seines Safari-Browsers veröffentlicht und bietet Entwicklern die Möglichkeit, eigene Anwendungen für das heiß erwartete Telefon zu schreiben. Das geht schon mal in die richtige Richtung…

Der Schachzug von Apple wird in einigen Kommentaren positiv bewertet. Denn die Hoffnung lautet, dass durch einen Ersatz für bisherige Betriebssysteme im mobilen Bereich und einen leistungsfähigen, optisch ansprechenden Browser Anwendungsmöglichkeiten mit einer neuen Qualität verfügbar sind. Sicher nicht sofort, aber in absehbarer Zeit. Es gibt aber auch kritische Stimmen, allerdings geht es nicht um die Strategie, sondern um Browser-Vorlieben. Manche Apple-Fans ziehen Firefox als Browser vor.

Apple hat durch Safari für Windows eine Chance gesichert, mehr Unterstützung durch Entwickler in aller Welt zu gewinnen - eine Applikation auf dem iPhone platzieren zu können, mag als Motivation schon genügen. Wie sich das konkret entwickelt? Darüber darf man jetzt spekulieren.

Und da auch Google an attraktiveren Services für die mobile Nutzung arbeitet, bewegt sich in dieser Sphäre gerade einiges. Schon Google-Maps ist in Bezug auf die Bedienung einer der besten Routenplaner. Allein der kleine, feine Unterschied bei der Eingabe der Suchadresse ist schon bemerkenswert: Keine nervigen Formularfelder, die man alle ausfüllen muss, um eine Fehlermeldung zu vermeiden. Sondern einfach eine einzige Zeile. So einfach und so gut wünscht man sich das auch für alle möglichen anderen Anwendungen.

Nachtrag (14.06.2007):
Na, von Begeisterung kann dann doch nicht die Rede sein: Insgesamt waren viele Kommentare zu Safari für Windows eher kritisch. Erstens hatte Apple seinen Browser wohl zu vollmundig gelobt. Zweitens glaubt niemand so recht daran, dass Millionen von Windows-Nutzern den Browser runterladen und dann angesichts dieser Erfahrung gleich einen Apple-Rechner kaufen. Aber sei es drum, der Punkt mit der Attraktivität des iPhone ist möglicherweise entscheidend, um Entwickler zu gewinnen.

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